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Buch des Monats AUGUST 2011 von Alexander H. Dohn:

"GOTT REIST IMMER INKOGNITO"

von Laurent Gounelle


"Das Leben wagen" die Überschrift auf der Rückseite spricht relativ deutlich aus, um was es in diesem Buch geht.

Ein junger Mann, der mit seinem Leben nicht zurecht kommt, dessen Sorgen und Nöte - wie eine unerfüllte Liebe - ihn keinen Sinn und kein Lebensziel mehr erkennen lassen, beschließt sich das Leben zu nehmen und sich vom Eiffelturm zu stürzen. Schritt um Schritt nähert er sich dem Abgrund und sein Leben, seine ganzen Probleme ziehen noch einmal an ihm vorbei.

Kurz bevor er den entscheidenden Schritt tut, fühlt er eine Hand auf seiner Schulter die ihn zurückhält. Ein älterer, geheimnisvoller Mann steht mit ihm hier in der luftigen Höhe des Eiffelturms und verspricht ihm ein neues glückliches und erfülltes Leben wenn er sich völlig den Instruktionen dieses Mannes unterwirft, seine Anweisungen genau befolgt und seine Aufgaben erfüllt.

Alan, die Hauptfigur in dieser Geschichte willigt ein. Der ältere Herr, mit guten Manieren, gut gekleidet und mit faszinierender Ausstrahlung hat eine fast magische Wirkung auf den jungen Mann. Von nun an beginnt die Lehr- und Entwicklungsarbeit für Alan. Im Wechselbad seiner Gefühle führt er die an ihn gestellten Aufgaben und Anforderungen durch. Er beginnt seinem Leben, seinen Entscheidungen und damit seinem Schicksal eine neue Ausrichtung zu verpassen.

Im Strudel der Ereignisse, die er anfangs kaum zu erfassen vermag kristallisiert sich zunehmend eine interessante Geschichte heraus. Die innere und äußere Veränderung in seinem Leben, die Kämpfe, die Ängste und die Anstrengungen lohnen am Ende die Risiken und das Wagnis dessen er sich gestellt hat.

Alles in allem eine gute Geschichte, über 600 Seiten vermag der Verfasser zu fesseln und die Spannung aufrecht zu halten. Durchsetzt ist die Geschichte mit keinen und feinen Weisheiten, mit
Anregungen zu kleinen Übungen, die der Leser auch in seinen Alltag einbauen kann.

Also: die Geschichte stimmt, die Botschaft ist in Ordnung, das "Happy End" programmiert, ein netter Sommerroman mit Anspruch. Was überhaupt nicht passt ist der Titel: warum das Buch den Titel "Gott reist immer incognito" heißt ist mir immer noch ein Rätsel und hat sich mir nach über 600 Seiten auch nicht offenbaren können. Das ist eigentlich schade, denn der Leser erwartet ja eine gewisse Stimmigkeit von Titel und Story. Das ist hier meiner Meinung nach überhaupt nicht gegeben.

Aber lassen Sie sich davon nicht abhalten, vergessen Sie den Titel und erfreuen Sie sich an der Geschichte von Alan und seiner Entwicklung.


Alexander H. Dohn

Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442219445
€ 8,99


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